Kategorie-Archiv: Alltagstipps

Sich einfach mal wieder den ganzen Tag freuen

Hier ist ein Experiment: Wenn es gelingt, kannst du dich den ganzen Tag immer wieder über etwas freuen. Wie klingt das? Gut? Ok, dann lass uns anfangen: Versuche heute so oft es geht, aber mindestens einmal pro Stunde, dich zu fragen: „Worüber kann ich mich jetzt gerade freuen?“ Wenn dir sofort etwas einfällt, umso besser. Genieße den Gedanken und das angenehme Gefühl! Wenn dir allerdings – und das wird am Anfang wahrscheinlicher sein – negative Gedanken kommen oder du scheinbar nichts findest, worüber du dich freuen kannst, dann suche ganz bewusst weiter, bis du etwas findest. Das kann von Kleinigkeiten gehen wie „Ich freue mich über den bequemen Stuhl auf dem ich sitze.“ über „Wow, was für ein schönes Wetter heute.“ bis zu „Ich freue mich so darüber, dass ich gesund bin.“ Deiner freudvollen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Da wir allerdings meistens darauf getrimmt sind, uns auf negative Sachen zu konzentrieren – in der irrigen Annahme wir könnten damit unser Leben verbessern, wenn wir nur genügend dieser negativen Sachen beseitigen – müssen wir anfangs ganz bewusst ordentlich gegensteuern. Es könnte sich sogar zunächst komisch anfühlen, sich zu freuen. Lass dich davon nicht beirren! Im Laufe der Zeit wird es ganz natürlich sein, deine Freude zu genießen.

In der Balance stehen

Eine wunderbare Übung, um dich in deinem Körper zu zentrieren. Stell dich mit geschlossenen Beinen aufrecht hin, lege die Hände locker an deine Oberschenkelseiten und schließe deine Augen. Verlagere nun dein Gewicht ganz langsam und nur ein klein wenig abwechselnd nach vorne, nach hinten, nach links und nach rechts. Deine Füße bleiben genau da stehen, wo sie jetzt sind. Die Reihenfolge ist egal. Mache die Übung so lange, wie du möchtest und verlagere dann dein Gewicht genau in deine Körpermitte. Spüre nun, wie die Verankerung in deiner Körpermitte auch deine Seele zentriert. Genieße dieses Gefühl eine Weile, öffne dann langsam deine Augen und kehre zurück in deinen Alltag.

Sei dein eigener Experte!

Bioeierskandal! Pferdefleischskandal! Regelmäßig bringen uns solche Meldungen aus unserem Rhythmus. Wir fangen an, nachzudenken und stellen unsere Gewohnheiten in Frage. Und wenn wir schon dabei sind, dann am besten gleich alle Gewohnheiten: Was kann man denn überhaupt noch essen? Iss das, das ist gesund! Nein, iss das doch nicht, ist ungesund! Doch iss das, amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden… Du brauchst mindestens so und so viel Schlaf, aber zu viel Schlaf macht krank. Verhalte dich gegenüber deinen Mitmenschen so und so, wenn du was erreichen willst! Ach so, das war gestern so, heute ist das schon wieder ganz anders. Neueste Forschungen haben ergeben…

Für fast jede deiner Handlungen wirst du einleuchtende Begründungen finden, die dafür sprechen und ebensolche, die das genaue Gegenteil behaupten. Wem sollst du glauben? Drei Experten, fünf Meinungen… Was sollst du bloß tun? Wie sollst du dich ernähren, wieviel Sport sollst du treiben, wie sollst du mit deinen Mitmenschen umgehen?

Wir Menschen suchen ständig nach Orientierung, doch meistens außerhalb von uns. Vielleicht hilft uns da ein Zitat Buddhas weiter: „Glaube nichts, egal wo du es liest, wer es gesagt hat, auch nicht wenn ich es sage. Es sei denn es stimmt mit dir und deinem eigenen Menschenverstand überein.“ Aber auch dieses Zitat Buddhas kannst du bestimmt mit einem Gegenzitat widerlegen, wenn du lange genug suchst.

Du kannst nun langfristig abstumpfen, komplett durchdrehen oder dein eigener Experte sein. „Aber woher weiß ich mit Bestimmtheit, dass das, was ich denke und mache, das Richtige ist? Vielleicht gibt es noch eine bessere Lösung…“ höre ich dich zweifeln. Du wirst es nie mit Bestimmtheit wissen, aber es ist die einzige lebenswerte Alternative, mit den Dingen umzugehen. Ist es nicht besser, seine eigenen Fehler zu machen, als ständig den Meinungen anderer hinterherzuhecheln? Aber ob das für dich der richtige Weg ist, kannst du nur herausfinden, indem du es ausprobierst. Viel Erfolg!

Nimm dir endlich wieder Zeit!

Heute! Jetzt! Nimm dir endlich wieder Zeit für genau das, was du gerade machst! Besonders bei „lästigen“ Routineaufgaben wie Zähne putzen, aufräumen, putzen oder einkaufen neigen wir dazu, es schnell hinter uns bringen zu wollen. Mach ein Experiment: Lass dir bei einer Tätigkeit, die du eigentlich nur schnell hinter dich bringen willst, bewusst ganz besonders viel Zeit und widme ihr deine gesamte Aufmerksamkeit, als ob es in diesem Moment nichts Wichtigeres gäbe. Du wirst merken, das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt! Die zusätzliche Zeit, die du investierst, bekommst du um ein Vielfaches an besserer Lebensqualität zurück. Eigentlich ein tolles Geschäft! Es geht nicht darum, ständig unsere To-Do-Liste zu priorisieren und von einer Aufgabe zur anderen zu hetzen. Was du machst, ist letzten Endes viel unwichtiger als wie du es machst, solange du es nur bewusst und aufmerksam machst.

Einsamkeit: Lust oder Last?

Kannst du es genießen, alleine zu sein? Was kannst du in deinem Körper wahrnehmen, wenn du alleine bist? Ein leichter Druck und ein Ziehen unter dem Brustbein? Oberflächliche Atmung? Oder fließen dein Blut und deine Energie warm und wohlig durch deinen ganzen Körper? Ist es gar eine Mischung aus angenehmen und unangenehmen Gefühlen? Versuche, einsame Zeiten ganz bewusst wahrzunehmen, auch wenn sie unangenehm sind, die Ereignisse in deinem Körper genau zu beobachten. Versuche aber, diese nicht zu bewerten oder zu interpretieren. Und wenn du beobachtest, dass du das trotzdem tust, verurteile dich nicht dafür und fahre einfach fort in deiner Beobachtung. Wie verändern sich die Ereignisse in deinem Körper durch die wertfreie Wahrnehmung? Nutze die Einsamkeit als Trainingsgelegenheit für deine heilsame Aufmerksamkeit, die dir letztendlich bedingungslosen Frieden in dir schenken kann.

Bist du authentisch?

Was heißt das, authentisch zu sein? Im Einklang zu reden und zu handeln, mit dem, was du fühlst und denkst. Wie oft bist du authentisch? Wie oft bist du es nicht? Welcher Teil überwiegt? Ist es so, dass du dich entschieden hast, kurzfristig nicht authentisch zu sein, weil es bequemer ist? Wie wirkt sich das langfristig auf dein Wohlbefinden aus? Wie geht es dir damit, deinen Tag mit mehr oder weniger großen Unwahrheiten zu spicken? Wie wäre es andererseits, wenn du jedem die Wahrheit immer schonungslos ins Gesicht sagst? Gibt es eine Balance, die wir einhalten können, um uns langfristig wohl zu fühlen? Versuche, so authentisch wie möglich zu sein. Wenn das bedeutet, dass du jemandem dadurch Unwohlsein bereitest, wäge ab, ob eine kurzfristige Belastung nicht einen langfristigen Gewinn für beide bedeuten könnte, oder ob die ungeschminkte Wahrheit den anderen nur unnötig verletzt. Wähle langfristig die wohl überlegte Ausgewogenheit statt der Bequemlichkeit!